Steyr-Puch G 230 GE, 240 GD, 250 GD, 280 GE, 300 GD und 300 GE Geländewagen

Wer einen Steyr-Puch G fährt, hat einen Geländewagen aus Graz in der Garage. Die Betriebsanleitungen nennen ihn PUCH-Geländewagen und beschreiben ihn als Ergebnis einer Zusammenarbeit der Firmen Steyr-Daimler-Puch und Daimler-Benz. Diese Seite sammelt, was die Betriebsanleitungen, Reparaturanleitungen und Ersatzteilkataloge aus unserem Archiv zu den Typen 230 G, 230 GE, 240 GD, 250 GD, 280 GE, 290 GD, 300 GD, 300 GE, 350 GD Turbo, G 320 und G 350 Turbodiesel sagen. Alle Zahlen stammen aus diesen Werksunterlagen. Wo eine Angabe fehlt, steht das hier offen.

Puch G des österreichischen Bundesheers mit Plane, olivgrau, schräg von vorn links vor einer bewachsenen Mauer

Puch G oder Mercedes G

Die Reparaturanleitung beschreibt die Aufgabenteilung genau. Motoren, Kupplungen, Getriebe, Achsen, Lenkungen und Gelenkwellen übernimmt der Geländewagen aus dem Personenwagen- und Transporterprogramm von Mercedes-Benz, mit einbaubedingten Abweichungen. Das Verteilergetriebe haben beide Firmen gemeinsam entwickelt, gefertigt wird es von Steyr-Daimler-Puch. Rahmen, Aufbau und Endmontage liegen bei der Geländefahrzeug-Gesellschaft in Graz Thondorf, in eigens dafür neu errichteten Werksanlagen.

Beim Service unterscheiden die Werksunterlagen nach Vertriebsgebiet. Im Vertriebsbereich von Steyr-Daimler-Puch sind die Servicestationen aus dem Verzeichnis zuständig, in allen übrigen Ländern die Mercedes-Benz-Vertriebsorganisation. Die Anleitung für G 320 und G 350 Turbodiesel nennt für Österreich, die Schweiz, Slowenien und Kroatien ausdrücklich auch die Vertriebsorganisation von Steyr-Daimler-Puch. Die Originalteile hat das Werk nach eigener Angabe einer besonderen Prüfung speziell für PUCH-G Fahrzeuge unterzogen.

Für die Teilesuche ist diese Aufteilung nützlich. Motor, Kupplung, Getriebe, Achsen und Lenkung stammen aus dem Baukasten von Mercedes-Benz, das Verteilergetriebe aus der Fertigung von Steyr-Daimler-Puch. Die Datenkarte des Fahrzeugs nennt die Aggregatenummern mit Baumuster.

Rundes Puch-Emblem mit Schriftzug PUCH und grün-weissem Wappen am schwarzen Kühlergrill eines Puch 300 GD, von vorn

Welcher Puch G ist meiner

Die Reparaturanleitung für 240 GD, 300 GD, 230 G und 280 GE schlüsselt die Fahrgestellnummer Stelle für Stelle auf. Ihr Beispiel lautet 460 3 3 3 1 3 000 001.

  • Stelle 1 bis 3 ist die Typzahl. 460 steht für den Geländewagen für zivile Verwendungszwecke.
  • Stelle 4 nennt Motor und Antrieb. 0 ist Benzinmotor und 1 Dieselmotor, beide mit Hinterradantrieb 4 x 2. 2 ist Benzinmotor und 3 Dieselmotor, beide mit Allradantrieb 4 x 4.
  • Stelle 5 ist der Aufbau. 1 steht für den offenen Wagen, 2 für den Kastenwagen und 3 für den Stationwagen.
  • Stelle 6 verbindet Radstand und Motor. 0 heisst 2400 mm mit M 115 oder OM 616, 1 heisst 2850 mm mit M 115 oder OM 616, 2 heisst 2400 mm mit M 110 E oder OM 617, 3 heisst 2850 mm mit M 110 E oder OM 617.
  • Stelle 7 ist die Lenkung, 1 für Linkslenker und 2 für Rechtslenker.
  • Stelle 8 ist der Lieferzustand, Stelle 9 bis 14 die fortlaufende Fahrgestell-Endnummer.

Das Werk liest sein Beispiel 460.333 als Geländewagen für zivile Verwendungszwecke mit Dieselmotor und Allradantrieb 4 x 4, Stationwagen, Motor OM 617, Radstand 2850 mm, Linkslenker. Laut derselben Übersicht sind 230 G und 280 GE mit Allrad als 460.2 eingetragen, 240 GD und 300 GD mit Allrad als 460.3. Die Motoren tragen die Baumuster 115.973 beim 230 G, 110.994 beim 280 GE, 616.936 beim 240 GD und 617.931 beim 300 GD. Für die übrigen Typen enthalten unsere gesichteten Unterlagen keinen solchen Schlüssel.

Typschild, Fahrgestellnummer und Motornummer finden

Die Lage der Nummern beschreiben die Betriebsanleitungen fast gleich. Das Typschild sitzt «am Frischluftkasten unter der Motorhaube». In der Anleitung für 240 GD und 300 GD trägt es die Fahrgestellnummer und das zulässige Gesamtgewicht. In den Anleitungen für 290 GD, für 230 GE bis 350 GD Turbo und für G 320 und G 350 Turbodiesel trägt es die Fahrzeug-Identifizierungsnummer, die zulässigen Gewichte, die Scheinwerfer-Grundeinstellung und die Lack-Nummer. Die Fahrgestellnummer steht zusätzlich «am rechten Längsträger». In der Anleitung für G 320 und G 350 Turbodiesel heisst es «am rechten Rahmenlängsträger».

Die Motornummer steht bei den meisten Typen «an der linken Motorseite». Ausnahmen nennen die Anleitungen beim 300 GE und beim G 320, dort sitzt sie «an der rechten Motorseite».

Mit dem Fahrzeug kamen Datenkarten mit Fahrgestellnummer, Aggregatenummern mit Baumuster und den Sonderausstattungen. Karte 1 enthält die Schlüsselnummern und gehört laut Werk nicht ins Fahrzeug. Karte 2 ohne Schlüsselnummern liegt im Wartungsheft, Karte 5 laut der Anleitung für 230 GE bis 350 GD Turbo in den Handschuhkasten. Bei der Bestellung von Originalteilen verlangt das Werk Fahrzeug-Identifizierungsnummer und Motornummer.

Motoren und Werksdaten je Typ

Die Tabelle zeigt die Motordaten so, wie sie in den Betriebsanleitungen und in der Reparaturanleitung stehen. Wo eine Anleitung zur Leistung keine Drehzahl nennt, fehlt sie auch hier.

Typ Motor Zylinder Hubraum Leistung Drehmoment
230 G M 115 4 2277 cm³ 66 kW, 90 PS bei 5000/min 167 Nm bei 2500/min
230 GE 102 4 2299 cm³ 92 kW, 125 PS 192 Nm bei 4000/min
280 GE M 110 6 2746 cm³ 110 kW, 150 PS 226 Nm bei 4250/min
240 GD OM 616 4 2399 cm³ 53 kW, 72 PS bei 4400/min 137 Nm bei 2400/min
250 GD 602 5 2497 cm³ 62 kW, 84 PS bei 4600/min 154 Nm bei 2200 bis 2800/min
300 GD OM 617 5 2998 cm³ 65 kW, 88 PS bei 4000/min 172 Nm bei 2400/min
230 GE militärisch M 102 E 23 4 2299 cm³ 85 kW bei 5100/min 180 Nm bei 4000/min

Beim 230 G und beim 280 GE weichen die Unterlagen voneinander ab. Für den 230 G nennt die frühe Betriebsanleitung 2277 cm³, die Reparaturanleitung 2307 cm³, bei gleicher Bohrung von 93,75 mm und gleichem Hub von 83,6 mm. Für den 280 GE nennt die frühe Anleitung 2717 cm³ und 115 kW, 156 PS bei 5250/min, die spätere 2746 cm³ und 110 kW, 150 PS. Das Drehmoment von 226 Nm bei 4250/min ist in beiden gleich. Für die Diesel führt die Betriebsanleitung zusätzlich den Hubraum nach Steuerformel, 2350 cm³ beim 240 GD und 2938 cm³ beim 300 GD, dazu die Leerlaufdrehzahl von 750/min und 700/min.

Den 230 G gab es laut Reparaturanleitung in zwei Versionen. Die erste läuft mit Normalbenzin ab 92 ROZ. Die zweite ist für Superbenzin ab 98 ROZ ausgelegt, hat eine Verdichtung von 9,0 zu 1 und leistet 75 kW, 102 PS bei 5000/min mit 175 Nm bei 2500/min.

Für 290 GD, 300 GE, 350 GD Turbo, G 320 und G 350 Turbodiesel enthalten unsere Auszüge keine Motordaten. Diese Typen erscheinen hier mit Füllmengen und Nummernlage.

Füllmengen nach Anleitung

Die Füllmengen ändern sich von Ausgabe zu Ausgabe. Die erste Tabelle zeigt die Anleitungen für einzelne Typen und die militärische Ausführung des 230 GE.

Typ Motoröl Kühlung Tank
230 G, frühe Anleitung max. 5,5 l, min. 4,0 l ca. 10,7 l ca. 75 l
280 GE, frühe Anleitung max. 6,0 l, min. 4,5 l ca. 10,7 l ca. 75 l
230 GE max. 6 l, min. 4,5 l 9,5 l 68 l
280 GE max. 7,5 l, min. 6 l 10,5 l 81,5 l
240 GD, frühe Anleitung max. 6,5 l, min. 5,0 l ca. 10,7 l ca. 75 l
240 GD max. 6,5 l, min. 5 l 10,5 l 68 l
300 GD max. 7 l, min. 5,5 l 10,5 l 68 l
250 GD max. 7,5 l, min. 5,5 l 10,5 l 68 l
290 GD max. 7,0 l, min. 5,5 l 7,35 l 95 l
230 GE militärisch max. 6 l, min. 4,5 l 9,5 l 90 l

Auf Sonderwunsch nennen die Anleitungen für 230 GE, 240 GD, 300 GD und 250 GD zusätzlich 13,5 l oder zweimal 13,5 l Tankinhalt, beim 280 GE zusätzlich 13,5 l. Die Reserve beträgt jeweils 10 l, beim 290 GD ebenfalls.

Die zweite Tabelle zeigt die gemeinsame Anleitung für 230 GE, 250 GD, 300 GE, 300 GD und 350 GD Turbo und die Anleitung für G 320 und G 350 Turbodiesel.

Typ Motoröl Kühlung
230 GE max. 5,8 l, min. 4,3 l 5 l
250 GD max. 7,0 l, min. 5,0 l 7,3 l
300 GE max. 6,5 l, min. 5,0 l 7,7 l
300 GD max. 8,0 l, min. 6,0 l 7,5 l
350 GD Turbo max. 8,5 l, min. 6,5 l 9,5 l
G 320 8,50 l 11,80 l
G 350 Turbodiesel 8,00 l 7,50 l

Die gemeinsame Anleitung nennt für alle fünf Typen 96 l Tankinhalt mit 20 l Reserve. Für G 320 und G 350 Turbodiesel stehen ca. 95 l mit ca. 15 l Reserve in der Anleitung.

Abmessungen und Gewichte

Leergewichte nennen nur die frühen Anleitungen und die militärische Anleitung des 230 GE. Die Tabelle fasst Ausführungen mit gleichem Radstand zusammen.

Typ Radstand Länge Leergewicht zulässiges Gesamtgewicht
230 G 2400 mm 4145 mm 1770 bis 1830 kg 2500 kg
230 G 2850 mm 4595 mm 1926 kg 2800 kg
280 GE 2400 mm 4145 mm 1824 bis 1884 kg 2500 kg
280 GE 2850 mm 4595 mm 1980 kg 2800 kg
240 GD 2400 mm 4145 bis 4175 mm 1755 bis 1835 kg 2500 kg
240 GD 2850 mm 4595 mm 1840 kg 2800 kg
230 GE militärisch 2850 mm 4630 mm 2200 kg 3000 kg

Die Anleitungen für 230 GE und 280 GE, für 240 GD und 300 GD und für 250 GD nennen kein Leergewicht. Sie geben 2600 kg zulässiges Gesamtgewicht beim Radstand 2400 mm und 2800 kg beim Radstand 2850 mm an, bei 4145 mm und 4595 mm Länge, 1700 mm Breite und 1980 mm Höhe. Die Achslasten betragen 1200 kg vorn und 1600 kg hinten beim kurzen Radstand, 1300 kg und 1800 kg beim langen. Der Wendekreis misst 11,5 m und 13,5 m.

Puch G beim Bundesheer und in Armeebeständen

Das Bundesheer führte den Puch G als geländegängigen Lastkraftwagen. Der Technische Dienstbehelf des Bundesministeriums für Landesverteidigung nennt die Typen PUCH 250 GD, PUCH 290 GD und PUCH 300 GD. Die Bestandteilliste in der Ausgabe 1998 führt das Gerät als GLLKW PUCH 250/290 GD. Laut Dienstbehelf hat die Hinterachse eine Ausgleichsperre, die über einen Hebel zwischen den Vordersitzen hydraulisch mit einem Schaltzylinder betätigt wird.

Eine dreisprachige Betriebsanleitung in Deutsch, Französisch und Italienisch beschreibt den 230 GE in militärischer Ausführung. Die militärische Bezeichnung lautet Pw 8 Pl gl 4x4 Puch 230 GE, die zivile glPKW PUCH 230 GE 4V. Abgebildet sind der Motorwagen zum Personen- und Sachentransport, der Funkwagen und der Leitungsbauwagen. Dieser 230 GE hat den Motor M 102 E 23 mit 85 kW bei 5100/min, eine 24-Volt-Anlage mit zwei Batterien zu 12 V und 55 Ah und das Automatikgetriebe W 4 A 028. Der passende Ersatzteilkatalog trägt die Bezeichnung GELPW 8PL 4X4 PUCH 230 GE und ist zweisprachig Deutsch und Französisch.

Für diese Ausführung nennt die Anleitung 120 km/h Höchstgeschwindigkeit, 2000 kg Anhängelast bei 120 kg Stützlast, 800 kg Nutzlast, 600 mm Wattiefe und Böschungswinkel von 42 Grad vorn und 40 Grad hinten.

Puch G Geländewagen mit Plane in Grau, schräg von vorn rechts auf einem gepflasterten Parkplatz

Was Halter am Puch G wissen wollen

Welche Ersatzteile passen zum Puch 230 GE

Für den 230 GE liegt im Archiv der Ersatzteilkatalog der militärischen Ausführung GELPW 8PL 4X4 PUCH 230 GE, zweisprachig Deutsch und Französisch. Viele Baugruppen stammen laut Reparaturanleitung aus dem Baukasten von Mercedes-Benz, nämlich Motor, Kupplung, Getriebe, Achsen, Lenkung und Gelenkwellen, mit einbaubedingten Abweichungen. Gerade wegen dieser Abweichungen zählt bei der Bestellung die Teilenummer aus dem Katalog. Das Werk verlangt dazu Fahrzeug-Identifizierungsnummer und Motornummer.

Was steht zum Puch 290 GD in den Unterlagen

Die Betriebsanleitung des 290 GD nennt maximal 7,0 l und minimal 5,5 l Motoröl, 7,35 l Kühlmittel und 95 l Tankinhalt mit 10 l Reserve. Für die Reifen 205 R 16 XM + S von Semperit gibt sie teilbeladen 2,2 bar vorn und hinten an, voll beladen hinten 3,0 bar. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer steht am rechten Rahmenlängsträger, die Motornummer an der linken Motorseite. Beim Bundesheer erscheint der 290 GD im Technischen Dienstbehelf und in der Bestandteilliste GLLKW PUCH 250/290 GD. Motordaten zum 290 GD enthalten unsere Auszüge nicht.

Welche Technik hat der Puch G 300 GD

Der 300 GD hat den Fünfzylinder-Vorkammer-Dieselmotor 617 mit 2998 cm³, 90,9 mm Bohrung und 92,4 mm Hub. Er leistet 65 kW, 88 PS bei 4000/min, das Drehmoment beträgt 172 Nm bei 2400/min. Die Anleitung für 240 GD und 300 GD nennt maximal 7 l Motoröl, die gemeinsame Anleitung für 230 GE bis 350 GD Turbo maximal 8,0 l. Beim Bundesheer lief der 300 GD als geländegängiger Lastkraftwagen, mit eigener Reparaturanleitung.

Was unterscheidet 230 G und 230 GE

Der 230 G hat den Vergasermotor M 115 mit 66 kW, 90 PS. Der 230 GE hat den Motor 102 mit 2299 cm³ und 92 kW, 125 PS. Auch die Füllmengen unterscheiden sich. Der 230 G braucht laut früher Anleitung maximal 5,5 l Motoröl, der 230 GE maximal 6 l. Für den 230 G gilt deshalb die Anleitung 230 G und 280 GE, für den 230 GE die Anleitung 230 GE und 280 GE oder die gemeinsame Anleitung bis 350 GD Turbo.

Welcher Motor steckt im 250 GD

Der 250 GD hat den Fünfzylinder 602 mit 87 mm Bohrung, 84 mm Hub und 2497 cm³. Er leistet 62 kW, 84 PS bei 4600/min, das Drehmoment liegt bei 154 Nm zwischen 2200 und 2800/min. Die Füllmengentabelle seiner Betriebsanleitung führt Viergang, Fünfgang und Automatik. Beim Bundesheer nennt der Dienstbehelf ihn zusammen mit 290 GD und 300 GD.

Wie viel Motoröl braucht mein Puch G

Das hängt vom Typ und von der Ausgabe der Anleitung ab. Die Werte stehen oben in den beiden Füllmengentabellen. Beim 300 GD nennt die Anleitung für 240 GD und 300 GD maximal 7 l, die gemeinsame Anleitung für 230 GE bis 350 GD Turbo maximal 8,0 l. Beim 230 GE sind es 6 l und 5,8 l. Massgeblich ist die Anleitung, die zum eigenen Fahrzeug passt. Für den militärischen 230 GE nennt die Anleitung Motoröl der Klasse SAE 10 W-30.

Welches Getriebe hat mein Puch G

Die Reparaturanleitung nennt für 240 GD, 300 GD und 230 G das Vierganggetriebe G 1/17 mit Baumuster 711.200 und für den 280 GE das G 1/18 mit Baumuster 711.1. Als Sonderausstattung führt sie das ZF S4/18-3 und die Automatik W4A 018 mit Baumuster 720.10. Das Verteilergetriebe für den Allradantrieb ist das VG 080 mit Baumuster 750.600. Die Kupplung ist eine F&S M 228, beim 280 GE eine M 240.

Die Füllmengentabellen der Betriebsanleitungen für 230 GE und 280 GE, für 240 GD und 300 GD und für 250 GD führen Viergang, Fünfgang und Automatik. Das Vierganggetriebe fasst 1,7 l, beim 280 GE 2 l. Das Fünfganggetriebe fasst 1,6 l, beim 250 GD 1,5 l. Die Automatik fasst 7 l, beim 250 GD 8 l. Das Verteilergetriebe braucht 2 l.

Welche Reifen passen und mit welchem Luftdruck

In allen gesichteten Reifentabellen steht die Grösse 205 R 16. Dazu nennen die Anleitungen je nach Typ und Ausgabe 215 R 16 C, 215/80 R 16, 225/75 R 16, 235/70 HR 15, 255/75 R 15 und 10 R 15 LT, für das Gelände 7.00 R 16 und 7.50 R 16 und als Sandreifen den 7.50 R 16 XS von Michelin.

Den Luftdruck für 205 R 16 gibt die Anleitung für 240 GD und 300 GD beim kurzen Radstand mit 1,8 bar vorn und 2,0 bar hinten an, voll beladen hinten 3,0 bar. Beim langen Radstand sind es 1,8 bar vorn und hinten, voll beladen hinten 3,5 bar. Die Anleitung des 290 GD nennt teilbeladen 2,2 bar vorn und hinten, voll beladen hinten 3,0 bar.

Wie viel darf mein Puch G ziehen

Eine feste Zahl für alle Typen steht in den Unterlagen nicht. Die Anleitung für G 320 und G 350 Turbodiesel verweist auf die Fahrzeugpapiere und auf die Typschilder von Anhängevorrichtung und Anhänger. Massgeblich ist laut Werk immer der niedrigste Wert. Für den militärischen 230 GE nennt die dreisprachige Anleitung 2000 kg Anhängelast und 120 kg Stützlast. Wer seinen 240 GD oder 300 GD als Lastkraftwagen zugelassen hat, findet die zulässige Nutzlast laut Anleitung im Typenschein. Aufs Dach dürfen laut der gemeinsamen Anleitung beim Radstand 2400 mm höchstens 150 kg und beim Radstand 2850 mm höchstens 200 kg, dies nur bei geschlossenen Fahrzeugen.

Wie schnell fährt ein Puch G

Die frühe Anleitung des 240 GD nennt die Höchstgeschwindigkeit je Gang. Auf der Strasse sind es 25, 45 und 75 km/h in den ersten drei Gängen und ca. 120 km/h im vierten Gang. Im Geländegang sind es 10, 20, 35 und 55 km/h. Für den militärischen 230 GE nennt die Anleitung 120 km/h Höchstgeschwindigkeit nach DIN 70020 und einen Verbrauch von 17,2 l in der Stadt, 12,2 l bei 90 km/h und 16,2 l bei 120 km/h je 100 km. Die Steigfähigkeit gibt die Reparaturanleitung mit mehr als 80 Prozent an, die militärische Anleitung im Geländegang mit über 100 Prozent.

Darf mein Puch G Benziner bleifrei tanken

Für den 230 GE ohne Katalysator nennt die Anleitung Superbenzin verbleit ab 98 ROZ oder Superbenzin bleifrei ab 95 ROZ, mit Katalysator Superbenzin bleifrei ab 95 ROZ oder Normalbenzin bleifrei ab 91 ROZ. Für den 280 GE nennt dieselbe Anleitung Normalbenzin verbleit oder bleifrei ab 91 ROZ. Für den G 320 steht unverbleites Normalbenzin ab 91 ROZ in der Anleitung, für den militärischen 230 GE bleifreies Benzin ab 91 ROZ. Für den 230 G nennt die Reparaturanleitung Normalbenzin ab 92 ROZ und für die zweite Version Super ab 98 ROZ. Ob der 230 G bleifrei fahren darf, steht in unserem Auszug nicht.

Woran erkenne ich einen Puch G aus Armeebeständen

Ein einzelnes Erkennungsmerkmal nennen die Unterlagen nicht. Belegt ist, welche Typen im Dienst standen und wie sie ausgerüstet waren. Beim Bundesheer sind es 250 GD, 290 GD und 300 GD als geländegängige Lastkraftwagen, mit Ausgleichsperre an der Hinterachse und Hebel zwischen den Vordersitzen. Der militärische 230 GE aus der dreisprachigen Anleitung hat 24 Volt mit zwei Batterien und das Automatikgetriebe W 4 A 028. Wer unsicher ist, schickt uns Fahrgestellnummer und Typenbezeichnung, wir prüfen, welche Unterlagen passen.

Welche Anleitung passt zu meinem Puch G

Die folgenden Titel sind im Shop lieferbar. Für den Oldtimer im Alltag reicht meist die Betriebsanleitung zum eigenen Typ. Wer selbst schraubt, braucht die Reparaturanleitung und den Ersatzteilkatalog.

Betriebsanleitungen

Reparaturanleitungen und Werkstattdaten

Ersatzteilkataloge

Fachbücher zum G-Modell

Mercedes-Benz G-Klasse, Der Off-Road Klassiker mit Stern kaufen

Weiterführende Quellen

Alle Werksdaten dieser Seite stammen aus den Betriebsanleitungen, Reparaturanleitungen und Ersatzteilkatalogen in unserem eigenen Archiv. Wer nicht sicher ist, welche Unterlage zu seinem Puch G Oldtimer passt, schickt uns die Typenbezeichnung und die Fahrgestellnummer vom Typschild. Wir suchen die passende Anleitung und den passenden Katalog heraus.